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Camille Graeser und die Musik

Sep 19, 2015 bis Jan 3, 2016

tn Ab Mitte der 1940er-Jahre beschäftigte sich Camille Graeser (Carouge bei Genf 1892 – 1980 Wald ZH) mit den Analogien von abstrakter Kunst und Musik und setzte musikalische Kompositionsstrategien in der Malerei ein. Die Ausstellung "Camille Graeser und die Musik" konzentriert sich auf eine zwischen 1946 und 1951 entstandene Werkgruppe, die sogenannten "Loxodromischen Kompositionen".

Die Titel dieser Bilder enthalten Begriffe aus der musikalischen Terminologie wie etwa "Sinfonie der Farbe" (1950) oder "Zarte Fuge in Rot-Grün-Schwarz" (1948). Ausgehend von rein technischen Beschreibungen, die einmal mehr die Form, ein andermal mehr die Farbe betreffen, stieß Graeser zunehmend zu poetischen Umschreibungen musikalischer Wirkungen vor.

Camille Graeser fand erst spät zur Malerei. Nach seinem Studium an der Königlichen Kunstgewerbeschule Stuttgart führte er zunächst ein Büro für Inneneinrichtung in Stuttgart und hatte mit seinen Entwürfen großen Erfolg. 1927 wurde er beauftragt, in der Weißenhofsiedlung eine Musterwohnung im Wohnblock von Mies van der Rohe einzurichten. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten zwangen Graeser die politischen Verhältnisse zur Flucht nach Zürich, wo er ab 1937 sein konstruktiv-konkretes Werk entwickelte.

Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit der Camille Graeser Stiftung, Zürich und dem Aargauer Kunsthaus, Aarau, wo die Ausstellung im Anschluss zu sehen sein wird.


Camille Graeser und die Musik
19. September 2015 bis 3. Januar 2016

Sinfonie der Farbe, 1946/1950. Öl auf Leinwand, 70 x 105 cm; Camille Graeser Stiftung, Zürich, Foto: Camille Graeser Stiftung, Zürich. © Camille Graeser Stiftung, Zürich / VG Bild-Kunst, Bonn 2015
Verve II, 1946/1950. Öl auf Leinwand, 60,5 x 85,5 cm; Dauerleihgabe Camille Graeser Stiftung, Zürich im Kunstmuseum Stuttgart, Foto: Kunstmuseum Stuttgart. © Camille Graeser Stiftung, Zürich / VG Bild-Kunst, Bonn 2015
Triade (Triadisches Thema), 1946/1955. Öl auf Leinwand, 108 x 108 cm; Aargauer Kunsthaus, Aarau, Foto: Aargauer Kunsthaus, Aarau. © Camille Graeser Stiftung, Zürich / VG Bild-Kunst, Bonn 2015