Cartoon Museum Basel

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Andreas Gefe. Da sind wir

Mär 24, 2018 bis Jun 17, 2018

tn Ausdrucksstarke, vielsagende Gesichter, aus denen sich die Gefühle und Wesen der dargestellten Person lesen lassen, kennzeichnen die Arbeiten des 1966 in Küssnacht im Kanton Schwyz geborenen und heute in Zürich lebenden und arbeitenden Illustrators, Comiczeichners und Malers Andreas Gefe. Sein eigenwilliges, persönliches und international beachtetes Werk reicht von vorsichtigen, feinen Zeichnungen bis zu körperhaften, farben- und nuancenreichen Malereien.

Andreas Gefe studierte Illustration an der Hochschule Luzern – Design & Kunst und lebt und arbeitet seit 1993 als selbstständiger Illustrator und Comiczeichner in Zürich. Er hat das Luzerner Comicfestival Fumetto mitaufgebaut, war langjähriges Mitglied des Strapazin-Ateliers und zeichnet auch heute noch regelmässig für das Magazin «Strapazin». Es sind vor allem seine Zeichnungen und Illustrationen für Magazine und Zeitungen wie «NZZ Folio», «Facts», «Das Magazin», «SonntagsZeitung», «Tages-Anzeiger», «Beobachter», «Bilanz», «Sonntagsblick», «Le Temps» und viele weitere, die einem breiten Publikum bekannt sind. Insbesondere die von Gefe 1997 bis 2002 illustrierten «Geri Weibel»-Geschichten von Martin Suter im «NZZ Folio» geniessen Kultstatus. Gefes vielseitiges Wirken umfasst aber auch Comics und Malerei.

Mit seinem ersten Comicalbum «Madame Lambert», das in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Krimiautor Jerome Charyn entsteht und in Frankreich erstmals erscheint, wird Gefe international bekannt. In der Folge veröffentlicht er mit verschiedenen Autoren und grossem Echo immer aufwendiger gezeichnete, vielschichtige Comics. 2002 erscheint, ebenfalls in Frankreich, der Comicroman «Mein Bruder Flo» nach einer Geschichte von José-Luis Bocquet über zwei andersfarbige Jugendliche, die als kleine Kinder von einem Paar adoptiert wurden. Auf diesen folgt 2006 der Politthriller «Der Gesang der Generäle», der von den Auswirkungen der bleiernen Zeit der Obristen-Diktatur im Griechenland der frühen 1970er-Jahre erzählt, ebenfalls eine Zusammenarbeit mit Bocquet.

Für den «züritipp» zeichnet er in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Autor Charles Lewinsky «Zwei mal zwei», eine in skizzenhaften Outlines und flächigen Farben gehaltene, sehr humorvolle Geschichte über zwei gleichzeitige Schwangerschaften – eine gewollte und eine überraschende –, die 2011 als Graphic Novel bei der Edition Moderne erscheint. Zu seinen Arbeiten gehören auch Sachcomics für Institutionen wie etwa die Umweltorganisation Greenpeace.

Als freier Maler portraitiert Gefe seine Generation städtischer Individualisten gleichzeitig liebevoll und kritisch und packt ganze Erzählungen in dichte, atmosphärische und meist abgründige Acrylbilder voller Rätsel. Zahlreiche Preise, Stipendien und Ausstellungen begleiten sein unverwechselbares Schaffen. Seine Arbeiten werden regelmässig in Ausstellungen präsentiert und der Künstler erhielt mehrere Preise für Stipendien und Auszeichnungen. Mit Andreas Gefe portraitiert das Cartoonmuseum Basel einen für die junge Schweizer Zeichnerszene prägenden narrativen Künstler in einer umfassenden Werkschau.


Andreas Gefe. Da sind wir
24. März bis 17. Juni 2018

«La Madama de la Fortuna»; © Andreas Gefe, 2003
«Butcher»; © Andreas Gefe, 2007
«Tango»; © Andreas Gefe, 2007
«White Trash»; Andreas Gefe, 2005
© Andreas Gefe/ Charles Lewinsky: «Zwei mal Zwei» 2010; Edition Moderne 2011