Albertina

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weitere Ausstellungen

Burhan Doğançay in der Wiener Albertina

Jul 6, 2017 bis Okt 8, 2017

tn Istanbul, Ankara, Paris und New York sind die Städte, die Burhan Doğançay (1929 – 2013) prägen. Damals noch im diplomatischen Dienst tätig, entdeckt er 1963 in New York auf der 86. Straße ein wunderschönes abstraktes Gemälde – eine Hauswand mit abgeblätterten Postern, die eine ganz eigene Poesie entfaltet und die er später malen sollte.

Der türkisch-amerikanische Künstler erlangt mit seinen "Urban Walls" internationale Bekanntheit. In mehr als 100 Städten fotografiert er dafür weltweit Hauswände und Fassaden und hält sie außerdem in Papierarbeiten fest, für die er die unterschiedlichsten Materialien und Techniken zum Einsatz bringt.

Seine Zeichnungen, Gouachen, Collagen und Fumagen geben Hinweisschilder und Nummerierungen an den Wänden wieder, zeigen Ausschnitte von Werbe- und Veranstaltungsplakaten oder Graffitis. Für Doğançay sind sie Spiegel der Gesellschaft, weil sie den jeweiligen Zeitgeist und das aktuelle politische Klima dokumentieren. Ab den 1970er entwickelt er aus diesen Werken seine kalligraphische Serie der abstrakteren "Ribbons".

Die Albertina hat 2015 eine großzügige Schenkung von rund 60 Arbeiten auf Papier erhalten, die zwischen 1963 und 2011 entstanden sind. Im Rahmen der Ausstellung "Look! New Acquisitions" wird eine Auswahl der Öffentlichkeit vorgestellt und ein Katalog präsentiert.


Burhan Doğançay
6. Juli bis 8. Oktober 2017

Life is a Traffic Jam, 2000. Albertina, Wien; Österreichische Privatsammlung, vermittelt durch den Albertina Contemporary Drawing Room. © Dogancay Foundation
Torn Poster, 1975. Albertina, Wien; Österreichische Privatsammlung, vermittelt durch den Albertina Contemporary Drawing Room. © Dogancay Foundation
Big Black Cross, 1974. Albertina, Wien; Österreichische Privatsammlung, vermittelt durch den Albertina Contemporary Drawing Room. © Dogancay Foundation