Kunstmuseum Ravensburg

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weitere Ausstellungen

Emil Nolde. Der Maler

Nov 5, 2016 bis Feb 5, 2017

tn Emil Nolde wurde im August 1867 als Sohn eines Landwirtes im deutsch-dänischen Grenzland geboren. Nach einer Ausbildung zum Holzbildhauer und Zeichner in Flensburg und Wanderjahren in Süddeutschland und Berlin, ließ er sich 1903 auf der Insel Alsen nieder. Dort fand er zu seinem eigentlichen Ausdrucksmittel ‒ der Farbe. Nach dem Credo "der Maler braucht nicht viel zu wissen, sondern wesentlich seinem Instinkt zu folgen", setzte Nolde, getragen von der Suche nach dem ursprünglichen Ausdruck, innere und äußere Wahrnehmungen spontan und unvermittelt ohne Rücksicht auf Perspektive und Form in starkfarbige Aquarelle und Ölmalerei um.

Die in Kooperation mit dem Brücke-Museum und der Nolde Stiftung Seebüll erarbeitete Ausstellung gibt einen Überblick über das Werk des bedeutenden Expressionisten. Präsentiert werden über 60 hochkarätige Werke von den frühen Jahren als Mitglied der Brücke in Berlin, über die Südseereise, die Zeit im Nationalsozialismus bis hin zu den späten Jahren. In der Nachbarschaft zur Sammlung Peter und Gudrun Selinka wird nicht zuletzt deutlich, dass Nolde in seiner Faszination für die nordeuropäische Mythen- und Sagenwelt mit den Künstlern der CoBrA-Bewegung verwandt war und in der Art und Weise, wie er den Zufall als bildnerisches Element einbezog, Tendenzen des Tachismus und des Informel der fünfziger Jahre vorweggenommen hat.


Emil Nolde. Der Maler
5. November 2016 bis 5. Februar 2017

Meer (III), 1947. Ölfarben auf Leinwand; © Nolde Stiftung Seebüll. Foto: Elke Walford/ Dirk Dunkelberg
Begegnung am Strand, 1920. Ölfarben auf Leinwand; © Nolde Stiftung Seebüll. Foto: Elke Walford/ Dirk Dunkelberg
Feriengäste, 1911. Öl auf Leinwand; Brücke-Museum, Berlin. © Nolde Stiftung Seebüll, Foto: Roman März
Zwei Menschen, 1945. Ölfarben auf Sperrholz; © Nolde Stiftung Seebüll. Foto: Elke Walford/ Dirk Dunkelberg