Staatsgalerie Stuttgart

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weitere Ausstellungen

Kirchner und die "Künstlergemeinschaft Brücke"

Jun 8, 2018 bis Sep 16, 2018

tn Begleitend zur großen Ausstellung "Ernst Ludwig Kirchner. Die unbekannte Sammlung« zeigt die Staatsgalerie Staatsgalerie im Graphik-Kabinett Zeichnungen und Druckgraphiken weiterer Mitglieder der Künstlergemeinschaft "Brücke", die Kirchner ab 1905 um sich geschart hatte: Erich Heckel (1883-1970), Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976), Emil Nolde (1867-1956), Max Pechstein (1881-1955) und Otto Mueller (1898-1979) sind mit Zeichnungen, Holzschnitten, Radierungen und Lithographien aus dem eigenen Bestand vertreten.

Thematisch erstreckte sich die Palette vor allem auf die Darstellung des Menschen: Diese ist vom Naturvorbild gelöst und erscheint in spontaner, vereinfachter, die Fläche betonender Weise. Der Verzicht auf Proportionen und Perspektive widerspricht der eigentlichen akademischen Tradition. So entstanden emotionale, "expressionistische" Werke, die den Menschen hauptsächlich in der Großstadt (Straßen- und Varietészenen) aber auch in der Natur (Akt, Badende) zeigen.

Insbesondere in der Graphik, geprägt von Vorbildern wie Paul Gauguin oder Edvard Munch, dienten leuchtende Farben wie auch grob geschnittene Holzstöcke in plakativem Schwarz-Weiß den Künstlern dazu, ihren Gefühlen und Leidenschaften unmittelbar Ausdruck zu verleihen. Seit 1911 wird dies mit dem Begriff "Expressionismus" sowohl in der Kunst aber auch gleichbedeutend in der Literatur umschrieben.


Kirchner und die "Künstlergemeinschaft Brücke"
8. Juni bis 16. September 2018

Erich Heckel: Paar, 1910. Farbholzschnitt auf verbräuntem Papier; Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung
Otto Mueller: Bildnis Eugen (Knabenkopf), 1919. Lithographie, handkoloriert in Blau und Ocker auf elfenbeinfarbenem Papier; Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung
Ausstellungsplakat K.G. Brücke, Dresden; Emil Richter, 1909 (mit Porträts von Heckel, Schmidt-Rottluff, Pechstein und Kirchner). Holzschnitt auf verbräuntem Papier; Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung