Remise Bludenz

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weitere Ausstellungen

Marco Mathis in der Bludenzer Galerie Allerart

Mär 8, 2013 bis Apr 7, 2013

tn Die in der Bludenzer Remise domizilierte Galerie Allerart eröffnet am Donnerstag, den 7. März eine Ausstellung mit Fotografien des aus Bludenz stammenden Künstlers Marco Mathis. Mathis, der an der Wiener Akademie der bildenden Künste bei Eva Schlegel Kunst und Fotografie studiert hat, wartet mit Aufnahmen auf, die 2010 und 2011 am Arlberg entstanden sind. Genauer gesagt am Kaltenberger Gletscher und dem Eisentäler Gletscher.

Fotografiert wurde mit einer Mittelformatkamera auf analoger Basis. Dabei legte der Künstler den Fokus auf Veränderungsprozesse in der Natur, welche ihn eigenen Aussagen zufolge in ihrem Entstehen und ihrer dazugehörigen Vergänglichkeit faszinieren.

Der Winter war und ist immer noch Teil seines Projekts, das sich der Veranschaulichung von Formen- und, speziell, natürlicher Landschaftsbildungen widmet. Diese sind einem langen Prozess unterworfen, der die Lebensspanne eines Menschen weit übertrifft. Die Arbeiten von Mathis setzen jedoch gerade da an, wo es manchen Elementen gelingt, ganze Landstriche und Regionen in kürzester Zeit in in ein anderes Erscheinungsbild zu verwandeln.

Wenn sich die Landschaft hierzulande im Winter in Eiskristalle hüllt, eröffnet sich eine neue Welt. Das Entstehen verschiedener Konturen und Flächen im Gelände ist ein Resultat des Zusammen-Spiels von Extremen. Durch Schnee, Regen, Sonne, Wind und Stürme ergibt sich eine neue Landschaft. Das abwechselnde Zusammen-Spiel der Elemente gestaltet in Tagen, Stunden oder sogar Minuten eine faszinierende Kulisse des Augenblicks. Während des behutsamen Umherstreifens in dieser unwirklich wirkenden schönen Landschaft versuchte der Bludenzer, diese "Vergänglichkeit" von Linien, Kontrasten und die von den Elementen erschaffenen Skulpturen festzuhalten.

Das derzeitige Projekt , an dem er die letzten 2 Jahre gearbeitet hat, "ist der Versuch, das Feinstoffliche der Natur festzuhalten. Das Fotografieren von Wasser in seiner fließenden Form und dem gleichzeitigen Einfrieren der feinen nicht sichtbaren Sprüher gelang mir mit einer bestimmten Aufnahmetechnik. Die natürliche Ausstrahlung von Schönheit, welche uns mit dem "normalen" Sehen verborgen bleibt, wird erst am Bild augenscheinlich," so der ehemalige Schlegel-Schüler.

Für diesen Sommer plant Mathis, sich mit dem Verhältnis Mensch und Natur auseinander zu setzen. Mathis: "Der immer schnellere ablaufende globalen Klimawandel zwingt Menschen in vielen Regionen, ihre Heimatdörfer zu verlassen und andernorts eine neue Infrastruktur aufzubauen oder in Städte abzuwandern. Die verlassenen Gebäude liegen brach, werden von der Natur zurückerobert und erinnern an früheres Leben."


Marco Mathis
8. März bis 7. April 2013

(c) Marco Mathis
(c) Marco Mathis
(c) Marco Mathis