Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München

Luisenstraße 33
D - 80333 München

T: 0049 (0)89 2333 200-0
F: 0049 (0)89 2333 200-3/4

E: lenbachhaus@muenchen.de
W: http://www.lenbachhaus.de/


weitere Ausstellungen

"„Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit*"“

Nov 9, 2012 bis Feb 10, 2013

tn Das Lenbachhaus wird im Frühjahr 2013 nach Umbau und Generalsanierung wieder eröffnet. Die Neueinrichtung eines Museums ist der ideale Anlass, die Geschichte des Hauses zu rekapitulieren, die Sammlung zu sichten, neue Konstellationen auszuprobieren, abgeschlossene und laufende Restaurierungsprojekte vorzustellen, altvertraute und kaum bekannte Werke einer kritischen Prüfung zu unterziehen. Ein noch leeres Gebäude von Grund auf neu zu bestücken, ist jedoch auch Ansporn, grundsätzlich über die Institution Museum und deren Aufgaben nachzudenken.

Diese letzte Ausstellung vor der Wiedereröffnung dient der intensiven Auseinandersetzung mit den Kunstwerken und der Thematisierung musealer Tätigkeiten, in diesem Fall vor allem die Bearbeitung der Sammlung unter wissenschaftlichen, konservatorischen und restauratorischen Gesichtspunkten. Damit wird die neue Sammlungspräsentation im Lenbachhaus vorbereitet. Der Kunstbau wird zum Laboratorium, in dem die Kunstwerke aus ihrer Verpackung geholt, kritisch auf ihren Zustand geprüft, aus- und eingerahmt, konserviert und restauriert oder neu fotografiert werden. In einzelnen Räumen werden neue Hängungen ausprobiert. Von Freitag bis Sonntag werden die Ergebnisse zu sehen sein.

Gezeigt werden in dieser Zeit mehrere hundert Hauptwerke und auch unbekanntere Schätze des 19. Jahrhunderts, des Blauen Reiter, der Neuen Sachlichkeit sowie der Nachkriegsmoderne und der zeitgenössischen Kunst. Experimentelle Aufstellungen brechen chronologische Sehkonventionen: gestartet wird mit Dutzenden von Künstlerselbstbildnissen und Porträts, ja mit Köpfen überhaupt. Eine solche Zusammenschau nach Kunstgattungen spiegelt einen wichtigen Aspekt der Münchner Kunstgeschichte, in der freie Künstler spöttisch als „Fächler“ bezeichnet wurden. Es gibt Wiederbegegnungen mit ganzen Werkgruppen von Künstlern wie Lovis Corinth, Gabriele Münter, Hans Hofmann oder Günter Fruhtrunk und mit vor kurzem restaurierten Gemälden, darunter Franz von Stucks „Salome“. Alles ist in Bewegung, immer wieder andere Kunstwerke werden zu sehen sein.

Keine Aussage könnte die Intention der Ausstellung besser beschreiben als Karl Valentins "„Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit*"“. Der Titel legt den Fokus sowohl auf die Kunst wie auch das intensive Arbeiten mit ihr, und hat zudem einen prominenten Anknüpfungspunkt in der Münchner Kulturgeschichte.


"„Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit*"“
9. November 2012 bis 10. Februar 2013
Freitag –bis Sonntag 10 –- 18 Uhr

* © Karl Valentin-Erben; c/o RA Fette

Franz von Stuck: Salome, 1906. Städtische Galerie im Lenbachhaus, München
Gabriele Münter: Bildnis Marianne von Werefkin, 1909. Städtische Galerie im Lenbachhaus, München
Lovis Corinth: Selbstbildnis mit Skelett, 1896. Städtische Galerie im Lenbachhaus, München
Wilhelm Heise: Verblühender Frühling - Selbstbildnis als Radiobastler, 1926. Städtische Galerie im Lenbachhaus, München