Museum Oskar Reinhart

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weitere Ausstellungen

Sigismund Righini. Im Bann der Farbe

Jul 2, 2016 bis Dez 4, 2016

tn Diesen Sommer widmet das Museum Oskar Reinhart seine Hauptausstellung dem Zürcher Maler, Zeichner und Kunstpolitiker Sigismund Righini (1870–1937). Mit Giovanni Giacometti und Cuno Amiet zählt er zu den grossen Koloristen der Schweiz um 1900. Im Schatten dieser beiden und mehr noch verdeckt von seinen kulturpolitischen Errungenschaften gelangte sein Werk nie bis in den Kanon der Schweizer Moderne, wo er eigentlich hingehörte.

Die Ausstellung "Sigismund Righini. Im Bann der Farbe", die erste grosse ihrer Art seit über zehn Jahren, setzt sich zum Ziel, Righinis Position innerhalb der Schweizer Malerei um 1900 zu festigen. Sie vereint mehr als 60 Gemälde. Darunter befinden sich zahlreiche Hauptwerke und solche, die zum ersten Mal öffentlich gezeigt werden. Im Zentrum stehen die Werke aus der reifen Schaffensphase, in der er zu seiner Farbenmalerei gefunden hatte. Denn Righinis Werk, so die These der Ausstellung, entwickelte sich im Verlauf der Jahre von inhaltlichen Aufladungen – wie er es in Paris und bei Hodler gelernt hatte – zusehends weg, hin zu einer Befragung der Malerei selbst, und dies mittels der Farbe.

Sein Œuvre beschränkt sich auf nur wenige Motive, die Righini in der ihm bekannten Umgebung fand. Stillleben, Landschaften, Akte und Porträts, darunter viele Selbstporträts und Familienbildnisse, prägen sein Werk. In dieser bescheidenen, alltäglichen, der vertrauten und unmittelbaren Wirklichkeit entnommenen Bildwelt wagte er es, die Kraft einfacher, flächiger Formen und leuchtender Farben immer stärker und kühner zu entfalten. Das Kolorit begann sich vor das Sujet zu schieben und wurde zum Hauptthema seiner Malerei. Dies macht ihn zu einem Wegbereiter der Moderne in der Schweiz.


Sigismund Righini. Im Bann der Farbe
2. Juli bis 4. Dezember 2016

Blumenmarkt auf dem Bürkliplatz, 1915. Öl auf Leinwand, 85 × 99 cm; Kunstmuseum Winterthur, Depositum der Gottfried Keller-Stiftung. Foto: SIK-ISEA, Zürich (Lutz Hartmann)
Vorfrühling, 1911. Öl auf Malkarton, 80 x 104.5 cm; Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte, Winterthur. Foto: SIK-ISEA, Zürich (Philipp Hitz)
Maisonne, 1909. Öl auf Leinwand, 63 x 85 cm ; Stiftung Righini Fries, Zürich. Foto: Reto Pedrini, Zürich
Selbstporträt, um 1908. Öl auf Karton, 48 × 34 cm; Stiftung Righini Fries, Zürich. Foto: Reto Pedrini, Zürich