Museum Folkwang Essen

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weitere Ausstellungen

Afrika – Reflexionen im Plakat

Aug 25, 2012 bis Okt 21, 2012

tn Der "Arabische Frühling", die Dürrekatastrophen in Zentralafrika und nicht zuletzt die neue Aufmerksamkeit, die sich auf Afrikas Bodenschätze gerichtet hat, richten unseren Blick wieder neu auf einen Kontinent, den wir oftmals recht klischeehaft und als Ganzes betrachten. In Wirklichkeit stellt er sich weitaus differenzierter mit der Verschiedenheit seiner Sprachen und Kulturen als Europa dar.

Dies nimmt das Deutsche Plakat Museum zum Anlass einen Blick auf die Darstellung zu werfen, wie Afrika in plakativer Öffentlichkeit reflektiert wurde. Die Ausstellung konzentriert sich dabei auf die drei Schwerpunkte: kolonialer, antikolonialer und afrikanischer Blick. Diese zeigen beispielhaft, welche Entwicklung die Reflexion von Afrika im Plakat hatte, welcher Wandel sich vollzogen und wie sehr unser Blick sich verändert hat.

Thema ist die exotische Ferne, die Andersartigkeit der Menschen, ihrer Sitten und Gebräuche. Die Bilder, die um 1900 und folgend entstanden sind, wurden immer aus dem Blick des Herrschenden erzeugt, immer aus der Sicht des vermeintlich zivilisierteren Menschen verstanden – und auch so vermittelt. Dies gilt für die Produkt- und Reisewerbung ebenso wie für "Völkerschauen" oder politische Plakate.

Die koloniale Befreiungsbewegung und die Entkolonialisierung Afrikas mischte ab dem Ende der 1960er Jahre die Karten neu. Es wurden Plakate entworfen, die den Blick des Europäers und seiner jeweiligen Interessen an Afrika zum Ausdruck brachten.

Das afrikanische Plakat an sich gibt es natürlich nicht, jedes Land hat da seine eigenen Traditionen. Das Museum Folkwang hat Plakate aus verschiedenen afrikanischen Ländern zusammengetragen um eine recht unbekannte visuelle Ansprache beispielhaft zu zeigen.


Afrika – Reflexionen im Plakat
Deutsches Plakat Museum
25. August bis 21. Oktober 2012

Atelier Friedländer; Togo-Truppe 35 Personen Passage-Panopticum. Deutschland, Berlin, um 1900; Farblithografie. © Adolph Friedländer, Hamburg
Ludwig Hohlwein; Riquet / Indien / Tee / kräftig / aromatisch. Deutschland, um 1922; Lithografie. © Emil Gerasch, München