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weitere Ausstellungen

Von der Peripherie zur Stadt

Dez 7, 2012 bis Jan 17, 2013

tn Neun Gemeinden aus der Peripherie Lausannes haben die Initiative ergriffen, den zerstückelten Siedlungsteppich im Westen zu einem neuen Stadtgebiet zu verbinden. Die Ausstellung an der ETH Zürich zeichnet den bisherigen Entwicklungsprozess anhand verschiedener Objekte und Dokumente nach. Eine Ausstellung von Archizoom – EPFL, in Zusammenarbeit mit dem Büro des Richtplans Lausanne West (SDOL), präsentiert vom Institut gta.

Die Entwicklung einer Stadt verläuft normalerweise von deren Zentrum hin zu den Rändern. In der Peripherie Lausannes gehen jedoch neun Gemeinden einen anderen Weg: Mit dem Richtplan "Schéma directeur de l’Ouest lausannois" (SDOL), der den zerstückelten Siedlungsteppich im Westen Lausannes zu einem neuen Stadtgebiet verbinden soll, bestimmen sie die Entwicklung ihres Stadtteils initiativ mit. Die Ansammlung aus Supermärkten, riesigen Parkplätzen, Kreiseln, Feldern, Industrie- und SBB-Brachen erhält damit eine eigene Identität.

Diese neue Art von städtebaulicher Planung setzt Impulse und Erfindungsgeist in den Vordergrund und gewichtet gegenseitige Absprachen und Pragmatismus stärker als einen üblich starren Planungsprozess. Damit wird eine dynamische Stadtentwicklung ermöglicht, die auf die Bedürfnisse der Bewohner reagiert. Öffentliche Zwischenräume werden in ihrem Potenzial zu städtebaulicher Qualitätssteigerung wahrgenommen und – trotz des hohen Spekulationsdruckes – bewusst und grosszügig eingeplant.

Die Ausstellung an der ETH Zürich findet zu einem entscheidenden Zeitpunkt statt. Die Studienphase ist abgeschlossen und die Projektierungs- und Ausführungsphase stehen unmittelbar bevor. Damit setzt ein tiefgreifender Wandel des Stadtgebietes ein, welches mit der Universität und ETH sowie der Kunstschule ECAL und Theaterschule La Manufacture der Fachhochschule Westschweiz als künftiger Entwicklungspol von europäischer Bedeutung gilt. Für das beispielhafte Vorgehen wurde der Richtplan 2011 bereits mit dem Wakkerpreis vom Schweizer Heimatschutz ausgezeichnet.

Die Ausstellung verfolgt den bisherigen Entwicklungsprozess des Richtplans. Mit Filmen, Modellen, Strassenschildern, Maschinen und Dokumenten wird diese neuartige Stadtplanung nachgezeichnet und die Frage thematisiert, ob der Richtplan dem enormen Spekulationsdruck standhalten kann, dem er ausgesetzt ist. Zur Ausstellung erscheint eine Publikation, die während der Dauer der Ausstellung beim Institut gta erhältlich ist.

Publikation: "Im Westen die Zukunft". Lorette Coen und Carole Lambelet (Hg.); mit Beiträgen von Lorette Coen, Marianne Huguenin, Yvette Jaggi, Christophe Jemelin, Monique Keller, Carole Lambelet, Arielle Masboungi, Olivier Mongin, Pierre-Alain Rumley, Christian Schmid, Martin Schuler, Stafano Stoll, Philip Ursprung, Ariane Widmer; mit Fotografien von Catherine Leutenegger, Samuel Rouge, Nicolas Savary, Franziska Werren. 20 x 25 cm, Hardcover, 288 Seiten, zahlreiche Illustrationen s/w und in Farbe. Infolio éditions, ISBN 978-2-88474-247-4, Deutsch; Infolio éditions, ISBN 978-2-88474-165-1, Français. CHF 58.- (exkl. Versandkosten)


Von der Peripherie zur Stadt - Pièces à conviction
Freitag, 7. Dezember bis Donnerstag, 17. Januar 2012

Schéma directeur de l’Ouest lausannois (SDOL); 2007. Foto: Catherine Leutenegger
Schéma directeur de l’Ouest lausannois (SDOL); 2007. Foto: Catherine Leutenegger
Schéma directeur de l’Ouest lausannois (SDOL); 2007. Foto: Catherine Leutenegger
Schéma directeur de l’Ouest lausannois (SDOL); 2007. Foto: Catherine Leutenegger