Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

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The British Museum zu Gast in Bonn

Nov 30, 2012 bis Apr 7, 2013

tn Das Gastspiel des British Museum in der Bundeskunsthalle vereint mehr als 250 ausgewählte Objekte. Mit Werken aus aller Welt und allen Epochen vermittelt sie einen Überblick über zwei Millionen Jahre Kulturgeschichte und einen Eindruck vom Reichtum der Sammlungen des British Museum, dem ersten Nationalmuseum der Welt. Dabei reicht die Spannweite der ausgestellten Objekte von steinzeitlichen Werkzeugen aus Afrika bis zu klassischen Skulpturen, von Goldschmuck aus Mesopotamien bis zu Zeichnungen von Meistern der Renaissance.

In den ersten sechs Abteilungen erzählen die Werke von den Kulturen und der Geschichte der großen geografischen Regionen: Afrika, dem Nahen Osten, Asien, Amerika, Ozeanien und Europa. In der letzten Abteilung, "Moderne Welt", begegnen dem Besucher zeitgenössische Kunstwerke aus aller Welt. Die Gegenüberstellung von Objekten verschiedener Kulturkreise und Epochen eröffnet Einblicke in die Vielfalt und Vielgestaltigkeit der Kulturen dieser Erde. Gleichzeitig zeigt sie, wie die als Schätze gehüteten Objekte Ideen und Vorstellungen verkörpern, die der gesamten Menschheit gemein sind: Religion und Glaube, Politik und Macht, wirtschaftlicher und technischer Fortschritt, künstlerischer Ausdruck und gesellschaftliche Aktivität.

Das British Museum wurde 1753 vom englischen Parlament als erstes Nationalmuseum der Welt ins Leben gerufen. Als Monument der Aufklärung war die bahnbrechende Institution der Förderung von Weltverständnis und Bildung gewidmet. Den Grundstock des Museums bildete die umfangreiche Sammlung naturwissenschaftlicher und kulturgeschichtlicher Objekte, die der Arzt und Naturforscher Sir Hans Sloane (1660–1753) der Nation vermacht hatte. Zunächst im Montagu House, einem Stadtpalast im Londoner Stadtteil Bloomsbury, untergebracht, zog die Sammlung Mitte des 19. Jahrhunderts in das berühmte von Sir Robert Smirke (1780–1867) entworfene klassizistische Gebäude.

Im Laufe der Zeit wurden die naturwissenschaftlichen Sammlungen und die Bibliothek in neugegründete Spezialinstitute überführt. Im Mittelpunkt der Tätigkeit des British Museum stehen heute Erwerb, Bewahrung und Interpretation der materiellen Kultur, von den frühesten menschlichen Erzeugnissen bis in die Gegenwart. Heute beherbergt das British Museum über 7 Millionen Objekte und ist eine der bedeutendsten Einrichtungen für das Studium der Weltkulturen.

Die Ausstellung "Schätze der Weltkulturen" setzt die traditionsreiche Reihe "Große Sammlungen" fort, die vor zwanzig Jahren mit der Vorstellung des Museum of Modern Art, New York (Von Cézanne bis Pollock) initiiert wurde. In den vergangenen zwei Jahrzehnten hatte die Bundeskunsthalle renommierte Häuser aus aller Welt zu Gast, darunter das Moderna Museet Stockholm, das Museo Nazionale di Capodimonte, Neapel, das Musée du Petit Palais, Paris, das Museo Nacional del Prado oder das Nationale Palastmuseum Taipeh. Nach der Ausstellung "Art and Design for All" zur Geschichte des Victoria and Albert Museum, ist "Schätze der Weltkulturen" die zweite Ausstellung, die einer großen britischen Institution gewidmet ist.


Schätze der Weltkulturen
Die Großen Sammlungen: The British Museum
30. November 2012 bis 7. April 2013

Totenmaske, Jerusalem. Römisch, 1 – 200 n. Chr., Gold; © Trustees of the British Museum
Pierre Auguste Renoir (1841–1919): Badende, sich den Fuß abtrocknend, um 1885–1890. Rötel und weiße Kreide auf Papier; © Trustees of the British Museum
Anthropomorphe Maske mit Nasenornament; Calima-Kultur, Kolumbien, 600–1500. Gold; © Trustees of the British Museum
Michelangelo Buonarroti (1475–1564): Studie für einen von den Toten Auferstehende, um 1536–1541. Schwarze Kreide auf Papier; © Trustees of the British Museum
Mumienmaske, Ptolemäische Zeit, 305–30 v. Chr. Stuck, Leinen, Blattgold; © Trustees of the British Museum