Fotomuseum Winterthur

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The Hobbyist. Hobbys, Fotografie und Hobby-Fotografie

Sep 9, 2017 bis Jan 28, 2018

tn Was passiert, wenn Fotograf*innen und Künstler*innen Hobbys zum Gegenstand ihrer Arbeit machen, um etablierte künstlerische Praktiken und Hierarchien herauszufordern? Wie stellen Hobbyisten ihre Leidenschaft über die Fotografie dar, nicht zuletzt in Zeiten digitaler Kommunikation? "The Hobbyist" ist die erste grosse Ausstellung, die das Verhältnis von Fotografie und Hobbykultur in den Blick nimmt, und sich dabei sowohl dem Fotografieren von Hobbys wie auch der Fotografie als Hobby widmet.

n fünf Kapiteln geht die Ausstellung "The Hobbyist" der Frage nach, was ein Hobby in einer Zeit sein könnte, in der sich mit dem Wirkungsgrad des Internets das Verständnis von privaten und sozialen Räumen verschoben hat. Wurde durch die Digitalisierung möglicherweise das Ende der Hobbykultur heraufbeschworen? Oder haben Phänomene wie YouTube und die medialen Entwicklungen der Fotografie nicht erst das Hobbytum und die Freizeitbeschäftigung mit neuem Leben erfüllt? Vor diesem Hintergrund untersucht die Ausstellung das Phänomen des Hobbys und reflektiert dessen Bedeutungsvielfalt innerhalb der Spannungsfelder von Freizeit und Arbeit, Ideologie und Konsum, Amateurkultur und Professionalisierung.

Von den Hippie-Kulturen und Avantgarde-Strömungen der 1960er über die Do-it-yourself-Bewegung der 1980er Jahre bis hin zur heutigen "Maker"-Bewegung erkundet "The Hobbyist" konkrete Orte, an denen Hobbys stattfinden, sowie deren kommerzialisierte Ausformungen durch Konsum und Lifestyle. Anhand von Dokumenten der frühen 1970er Jahre, wie beispielsweise dem Whole Earth Catalog, ermöglicht die Ausstellung einen Rückblick auf die damaligen Gegenkulturen der Hippie- und frühen Computer-Community, aus denen heraus sich prototypische Werkzeuge für die Zukunft entwickelten, die rund zwei Generationen später selbstverständllicher Teil unserer Lebenswelt geworden sind. Dass Hobbys in Form ritualisierter Leidenschaften praktiziert werden, zeigen Inhalt und Umfang der fotografischen Werke, deren Urheber*innen sich oftmals an der Schnittstelle von Dokumentarist*innen und Hobbyist*innen, Expert*innen und Amateur*innen bewegen und dabei das Verhältnis der Fotografie zu ziemlich skurrilen und enthusiastisch betriebenen Hobbys erkunden.

Mit Werken von Kenneth Anger, Diane Arbus, Benedikt Bock, Mohamed Bourouissa, Chris Burden, Ricardo Cases, Bruce Davidson, David De Beyter, Jeremy Deller/Alan Kane, Glen Denny, Jeff Divine, Craig Fineman, Robert Frank, Fuzi, Alberto García-Alix, William Gedney, Kirill Golovchenko, Carol Goodden/ Gordon Matta-Clark/ Tina Girouard/ Suzanne Harris/ Rachel Lew, Volker Heinze, Stephanie Kiwitt, Les Krims, Mike Mandel, Ari Marcopoulos, Eva & Franco Mattes, Hana Miletić, Neozoon, Simone Nieweg, Jenny Odell, Bill Owens, Lotte Reimann, Alexander Remnev, Cosmos Andrew Sarchiapone, Eckhard Schaar, Joachim Schmid, Oliver Sieber, Alec Soth und Xiaoxiao Xu.


The Hobbyist. Hobbys, Fotografie und Hobby-Fotografie
9. September 2017 bis 28. Januar 2018

Eckhard Schaar: Bodybuilder, 1993; © Eckhard Schaar
Simone Nieweg: Hütte unter Pflaumenbäumen, Ay-sur Moselle, 2009; © Simone Nieweg/ Courtesy Galerie m Bochum
Jeremy Deller & Alan Kane: aus 'Folk Archive', 2005; © Alan Kane & Jeremy Deller
Ricardo Cases: aus 'Paloma al aire', 2011; © Ricardo Cases
Alexander Remnev: Need Adrenaline!, 2014; © Alexander Remnev