Kunstmuseum Winterthur

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weitere Ausstellungen

Räume besetzen

Jan 27, 2018 bis Aug 12, 2018

tn "Besetzen", ein Begriff mit einer Vielfalt an Bedeutungen: Sie reichen von der Tätigkeit des Ausschmückens bis zu militärischen Handlungen. Entschieden weniger martialisch zeigt sich die Ausstellung "Räume besetzen. Werke von Bildhauerinnen". Ausgehend von der Skulptur im klassischen Sinne steht in der thematischen Präsentation die Rückgewinnung des kulturellen Raumes für die Kunst von Frauen im Zentrum. Erstmals bietet das Kunst Museum Winterthur einen Einblick in diesen Aspekt seiner Sammlung und damit in das Schaffen von Künstlerinnen, die sich mit der Spannung zwischen Körper im Raum beschäftigen.

Der Ausgangspunkt der Ausstellung bildet die männliche Aktfigur von Germaine Richier aus dem Jahre 1940. Eine ihrer Schülerinnen, die Winterthurerin Margrit Gsell-Heer (1887–1967), ist mit Bronzegüssen ebenfalls in der Sammlung vertreten. Ihre Plastiken stehen dem Idol von Meret Oppenheim (1913 – 1985) gegenüber, wo der Körper bloss noch angedeutet wird. Bei Heidi Bucher (1926 – 1993) ist die menschliche Präsenz nunmehr als Reminiszenz spürbar. Auch Marisa Merz (*1926) stellt die Figur ins Zentrum, sei es mit zierlichen Köpfen aus ungebranntem Ton, sei es in ihren filigranen Objekten aus gestricktem Kupferdraht.

Obschon bei Meister Gerhard von Isa Genzken (*1948) die Gestalt anklingt, spielt das Okkupieren des Raumes hier eine vorherrschende Rolle. Auch die Objekte der deutsch-amerikanischen Ruth Vollmer (1903 – 1982) und jene von Rita McBride (*1960) spielen mit dem architektonischen Rahmen und besetzen diesen gleichermassen selbstbewusst wie selbstverständlich.


Räume besetzen
Werke von Bildhauerinnen
27. Januar bis 12. August 2018

Rita McBride: Resonance III, Resonance, II, Resonance, I, 2006 | © 2017, ProLitteris Zürich
Meret Oppenheim: Idol, 1961 | © 2017, ProLitteris Zürich
Isa Genzken: Meister Gerhard, 1983 | © 2017, ProLitteris Zürich