Mythos Goldenes Dreieck

Dez 16, 2011 bis Feb 29, 2012

tn Goldenes Dreieck - damit verbinden sich Opium, Warlords, Gesetzlosigkeit und der sagenhafte Reichtum der Drogenbarone. In Touristenbroschüren sieht man exotische Bilder mit Bambushütten und Menschen in bunten Trachten. Über die wirklichen Lebensbedingungen der Bevölkerung ist im Westen nicht allzu viel bekannt. Doch genau darum geht es bei dieser Ausstellung.

Der Schwerpunkt liegt auf sechs Ethnien im Norden Thailands, die aber auch jenseits der Grenzen in Laos und Myanmar zu finden sind. Gezeigt werden über 200 Exponate aus einer der jüngsten Sammlungen des Ethnologischen Museums. Die Bandbreite der Exponate reicht von Textilien, darunter auch Neuerwerbung von 2011, über Schmuck, Flechtwaren bis zu daoistischen Rollbildern. Zahlreiche Fotos runden das Bild ab. Doch geht es nicht nur um die materielle Kultur.

Die Minderheiten haben mit den Auswirkungen der Modernisierung zu kämpfen. Ihre Dörfer werden verkehrstechnisch erschlossen, neue Konsummuster entstehen. Sie müssen zunehmend Lohnarbeit verrichten und verlieren ihre Basis als Subsistenzbauern. In Myanmar werden sie von der Armee massiv bedroht. Doch trotz Armut und Unterdrückung haben die Bergvölker immer wieder Strategien zur Wahrung ihrer Identität gefunden. Sie stehen stellvertretend für viele andere Minderheiten weltweit, die für ihre indigenen Rechte einstehen.


Mythos Goldenes Dreieck
Bergvölker in Südostasien
16. Dezember 2011 bis 29. Februar 2011

Museen Dahlem
Lansstraße 8
D-14195 Berlin

Öffnungszeiten:
Di bis Fr 10 - 18 Uhr
Sa und So 11 - 18 Uhr

Akha-Haube; © Staatliche Museen zu Berlin, Ethnologisches Museum. Foto: Martin Franken, 2008
Karen in Nordthailand; © Staatliche Museen zu Berlin, Ethnologisches Museum. Foto: Roland Platz 2011
Mien, Daoistisches Rollbild; © Staatliche Museen zu Berlin, Ethnologisches Museum. Foto: Claudia Obrocki, 2011