Albertina

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Meisterwerke der Architekturzeichnung aus der Albertina

Dez 15, 2017 bis Feb 25, 2018

tn Ob barocke Stadtansichten, prachtvolle Bauten der Renaissance oder architektonische Ensembles wie die Wiener Ringstraße: Seit jeher dokumentieren KünstlerInnen mit Architekturzeichnungen die städtische und ländliche Vergangenheit und entwerfen die Zukunft. Neue Einblicke in dieses faszinierende Genre bietet die auf zwei Teile angelegte Schau Meisterwerke der Architekturzeichnung aus der Albertina.

Rund 140 Highlights aus der Architektursammlung sowie Zeichnungen mit architektonischen Darstellungen aus der Grafischen Sammlung der Albertina spannen einen Bogen von der Spätgotik und Renaissance, über den Barock und Klassizismus, Historismus und Jugendstil bis hin zur Architektur der Gegenwart. Bedeutende Skizzen, Studien, Entwürfe, Veduten und Architekturcapriccios von Gian Lorenzo Bernini, Francesco Borromini, Gottfried Semper, Theophil Hansen, Otto Wagner, Adolf Loos, Josef Frank, Clemens Holzmeister, Hans Hollein, Zaha Hadid u.v.a. veranschaulichen das Wesen und die Besonderheit der Architekturzeichnung oder zeigen den kompositorischen wie naturalistischen Blick von Malern wie Pisanello, Canaletto, Francois Boucher, Hubert Robert oder Carl Schütz auf Bauwerke, architektonische Ensembles und Städte.

Die Architektursammlung der Albertina ist mit Abstand die bedeutendste in Österreich. 1920 als Österreichisches Architekturmuseum gegründet, beherbergt sie heute 40.000 Zeichnungen vom Beginn des 16. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Den Kernbestand bilden Zeichnungen und Pläne von 1700 bis 1918 zum staatlichen wie höfischen Bauwesen in Österreich, Ungarn und den ehemaligen Kronländern der Donaumonarchie aus zumeist kaiserlichem Besitz. Diesen Grundstock ergänzen wichtige Materialien zu den Monumentalbauten an der Wiener Ringstraße nach der Einführung des öffentlichen Wettbewerbswesens im Jahr 1848, sowie repräsentative Architekturzeichnungen des 18. und 19. Jahrhunderts zu Ländern außerhalb des habsburgischen Machtbereiches.

Den zweiten Schwerpunkt bildet der Atlas Stosch. Die umfangreiche Sammlung von Philipp Baron von Stosch (1691–1757) entstand zwischen 1721 und 1731 in Rom und nachfolgend bis zu seinem Tod in Florenz. Der kunsthistorisch wertvollste Teil ist der Nachlass des berühmten römischen Barockarchitekten Francesco Borromini. Die Nachlässe der bedeutendsten österreichischen Architekten des 20. Jahrhunderts stellen mit Adolf Loos, Josef Frank, Clemens Holzmeister und Lois Welzenbacher die dritte Bestandssäule dar.

Die Ausstellung "Meisterwerke der Architekturzeichnung aus der Albertina" beleuchtet die Geschichte der Sammlung und deren fantastische Vielfalt. Durch die vielfältigen Verbindungen vom 16. bis ins 21. Jahrhundert illustriert sie Verbindungen zwischen architektonischen Handzeichnungen und der Architekturtheorie. Zugleich werden kultur- und sozialpolitische Entwicklungen nachvollziehbar. Thematische Schwerpunkt der Ausstellung sind Darstellungsarten, Residenzbauten, Brunnen, Dekorationen, Gartengebäude, Villen, Farbgestaltung, Historismus und Moderne sowie Türme, Kuppeln und Hochhäuser.

Der zweite Teil der Ausstellung ist vom 27. Juni bis 30. September 2018 zu sehen, Schwerpunkte sind Darstellungsarten, Gärten, Monumentalität, Denkmäler, Panoramen, der Andere Blick, Antikenrezeption, Theaterbauten und -prospekte sowie Archiskulptur.


Meisterwerke der Architekturzeichnung aus der Albertina
15. Dezember 2017 bis 25. Februar 2018

Josef Frank: 13 Häuser für Dagmar Grill, Entwurf Nr. 9, 1947. Albertina, Wien
Clemens Holzmeister: Entwurf für eine Kathedrale in Rio de Janeiro, 1952; Albertina, Wien
Frank Lloyd Wright: Gartenfront des Landhauses für Dorothy Foster in Buffalo/ New York, 1923; Albertina, Wien
Otto Wagner: Hofpavillon der Stadtbahn in Wien-Hietzing, Orthogonalansicht, 1898; Albertina, Wien
Josef Frank: New York, Slum Clearance, Vogelperspektive und Lageplan, 1942; Albertina, Wien