Aargauer Kunsthaus

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weitere Ausstellungen

Max von Moos. Der Zeichner

Aug 28, 2016 bis Nov 13, 2016

tn Max von Moos (1903 – 1979) gehört zu den bedeutenden Schweizer Kunstschaffenden des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung "Max von Moos. Der Zeichner" befasst sich erstmalig ausschliesslich mit seinem zeichnerischen OEuvre. Dieses überrascht durch seine Vielfalt und lässt einen neuen Blick auf den in erster Linie als Maler und grossen Schweizer Surrealisten bekannten Künstler zu. Selbstporträts, Masken, Bildnisse oder Landschaften sind Motive, die Max von Moos immer wieder zeichnerisch aufgreift, abwandelt und zu einer eigenen, unverwechselbaren Themenwelt führt.

Der in Luzern geborene Maler, Zeichner und Grafiker Max von Moos gehört neben Alberto Giacometti, Walter Kurt Wiemken, Meret Oppenheim, Kurt Seligman und Serge Brignoni zu den wichtigsten Vertretern der surrealistischen Bewegung in der Schweiz. Mit dem Künstler befassten sich bereits zahlreiche Präsentationen, die bisher umfassendste Retrospektive mit über 500 Objekten fand 1984 im Kunstmuseum Luzern statt. Die Ausstellung "Max von Moos. Der Zeichner" im Aargauer Kunsthaus knüpft an diese Werkübersicht an und rückt das bis anhin kaum beachtete zeichnerische Schaffen ins Zentrum.

Buchstäblich unablässig war Max von Moos am Zeichnen, sei es in seinem eigenen künstlerischen Tun, sei es als Dozent an der Kunstgewerbeschule Luzern. Er selbst erklärte, "sobald ich aufhöre mit arbeiten, tritt eine Leere ein. Diese Leere wird ausgefüllt durch Angst und schlechtes Gewissen." Aus den mehreren Tausend überlieferten Blättern hat das Aargauer Kunsthaus eine repräsentative Auswahl von rund 90 Werken zusammengestellt. Im ersten Raum der Ausstellung im Erdgeschoss wird eine Übersicht von den zeichnerischen Anfängen bis in die 1970er-Jahre gegeben, die stilistische Vielfalt und motivische Konstanten vor Augen führt.

Ob minutiös mit Bleistift oder Tusche, bunt mit Farb- oder Filzstift ausgeführte Bildnisse, Tierdarstellungen, Stadtansichten, Landschaften oder groteske Szenerien – stets geht es um die existenziellen Themen des Lebens und ganz besonders um dessen Fragilität. Die Kabinetträume widmen sich einzelnen Aspekten wie dem Antikenbezug oder den Selbstporträts und Masken. Den Abschluss der Präsentation bilden Filzstiftzeichnungen aus der letzten Schaffensphase, als der Künstler aufgrund eines Augenleidens die Öl- und Temperamalerei aufgibt, die die zeitlebens wiederkehrenden Motive nochmals zusammenfassen.


Publikation: "Max von Moos. Der Zeichner", hrsg. und mit Texten von Peter Fischer, Luzern, Max von Moos Stiftung; Luzern/Poschiavo, Edizioni Periferia, 2016, ca. 192 Seiten, ca. 200 Farbabbildungen, 22.5 x 27 cm, gebunden, ISBN 978-3-906016-64-1, Preis CHF 48.−. Nummerierte Vorzugsausgabe von 20 Exemplaren mit einer beigelegten signierten Originalzeichnung von Max von Moos erhältlich zu CHF 330.−.

Max von Moos. Der Zeichner
28. August bis 13. November 2016

Ohne Titel, 1929. Tempera auf Papier, 36 x 25 cm; Privatbesitz Luzern
Zeichnung, 1954; Privatbesitz
Schlangenbeschwörung, 1970. Tempera und Filzstift auf Papier, 78.3 x 59.7 cm (Rahmen); Max von Moos Stiftung
Ohne Titel, 1949. Tusche auf Papier, 29.5 x 21 cm; Privatbesitz Luzern