Deutsches Architekturmuseum

Schaumainkai 43
D - 60596 Frankfurt am Main

T: 0049 (0)69 212-38844
F: 0049 (0)69 212-37721

E: info.dam@stadt-frankfurt.de
W: http://www.dam-online.de/


weitere Ausstellungen

Zukunft von Gestern

Mai 14, 2016 bis Sep 18, 2016

tn Die Ausstellung "Zukunft von Gestern" stellt außergewöhnliche Utopien der Architektengruppen Future Systems und Archigram vor. Im Fokus stehen dabei detaillierte technische Zeichnungen, farbig opulente Collagen und filigrane Originalmodelle. Die Werke des 1968 nach London emigrierten, tschechischen Architekten und Gründers von Future Systems Jan Kaplický aus den 1980er und 1990er Jahren werden konfrontiert mit den zwanzig Jahre früher entstandenen Entwürfen der Londoner Architektengruppe Archigram um Peter Cook, Ron Herron und Dennis Crompton aus der Sammlung des Deutschen Architekturmuseums.

Während Archigram organische Architekturen für das Überleben in unbehaglichen Sphären entwarfen, nehmen die technoiden Konstruktionen von Future Systems ihren Raum an freundlicheren Orten in menschenleerer Natur oder in hoch verdichteten Städten ein. Das Gros dieser Utopien blieb auf dem Papier und war als Anregung für das (Über)leben in gesellschaftlichen Umbruchphasen erdacht. Die Weltraumarchitektur von Archigram entstand in der von Aufbruch geprägten Zeit der Mondlandung. Future Systems dagegen entwarfen ihre autarken, maschinenartigen Wohnkapseln für eine düstere Welt in der Hochphase des Kalten Krieges.

Die Ausstellung präsentiert 44 Werke von Future Systems aus dem Kaplicky Centre Prag und 43 Exponate von Archigram aus der Sammlung des DAM. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Prestel Verlag.


Zukunft von Gestern
Visionäre Entwürfe von Future Systems und Archigram
14. Mai bis 18. September 2016

Archigram, Walking City (Project 064), 1964. © Deutsches Architekturmuseum
Archigram, Walking City (Project 064), 1964. © Deutsches Architekturmuseum
Future Systems, Peanut (Project 124), 1984. © Deutsches Architekturmuseum
Future Systems, Coexistence (Project 112), 1984. © Kaplicky Centre, Praha