Museum Rietberg

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weitere Ausstellungen

Nasca. Peru – Auf Spurensuche in der Wüste

Nov 24, 2017 bis Apr 15, 2018

tn Am 24. November 2017 eröffnet im Museum Rietberg Zürich die wohl umfangreichste Ausstellung, die es je in Europa über die ebenso geheimnisvolle wie faszinierende Nasca-Kultur zu sehen gab. «Nasca. Peru – Auf Spurensuche in der Wüste» entführt die Besuchenden in den Süden des Andenstaates, wo die Nasca-Kultur (ca. 200 v.Chr. – 650 n.Chr.) ihre Blütezeit erlebte. Im Wüstenboden des südlichen Perus hinterliessen die Nasca eines der grössten Archäologie-Rätsel, das noch immer auf seine Entschlüsselung wartet: die riesigen Bodenzeichnungen, auch Nasca-Linien genannt.

Die rund 200 Exponate erzählen spannende Geschichten über den Alltag der Menschen, die in fruchtbaren Tälern zwischen den Hochanden im Osten und einer dem Pazifik vorgelagerten Wüste lebten. Hier, auf einem der trockensten Flecken unseres Planeten, legten sie ihre weltberühmten Bodenzeichnungen an. Nicht minder faszinierend war die ungeheuer farbenfrohe Bildersprache der Nasca-Menschen, die wir heute auf Keramikarbeiten und Textilwaren bestaunen können. Prächtige Textilien, zahlreiche Musikinstrumente, wertvolle Beigaben für Nasca-Gräber, inklusive Goldmasken, farbenfrohe und rätselhafte Keramikgefässmalereien warten auf den Besuchenden.

Die Ausstellungsstücke stammen ausschliesslich aus peruanischen Sammlungen und Museen, etliche davon direkt aus archäologischen Ausgrabungen. Anhand von 3D-Brillen können die Besucher die Landschaft überfliegen. Sie sehen die Geoglyphen vor ihren Augen, wie sie vielleicht einst ein Nasca-Priester vor seinem inneren Auge sah.


Nasca. Peru – Auf Spurensuche in der Wüste
24. November 2017 bis 15. April 2018

Bügelhenkel-­Doppelausgussflasche in Form eines Orcas (Schwertwal). Ton, modelliert und bemalt, gebrannt, Frühe Nasca-­Phase, 50–300 n. Chr. © Museo Nacional de Arqueología, Antropología e Historia del Perú; Ministerio de Cultura del Perú
Tassen in Kopfform mit Kopfputz und Gesichtsbemalung. Ton, modelliert und bemalt, gebrannt, Mittlere Nasca-Phase, 300–450 n. Chr., Privatsammlung, Lima. © Daniel Giannoni
Bügelhenkel-Doppelausgussflasche in Form einer doppelköpfigen mythischen Schlange. Ton, modelliert und bemalt, gebrannt, Frühe Nasca-Phase (Stilphase Nasca 3), 50–300 n. Chr. Museo Didáctico Antonini; Ministerio de Cultura del Perú. © Daniel Giann
Figurengefäss eines mythischen Ahnenwesens. Ton, modelliert und bemalt, gebrannt, Frühe Nasca-Phase (Stilphase Nasca 3), 50–300 n. Chr. Museo Nacional de Arqueología, Antropología e Historia del Perú; Ministerio de Cultura del Perú. © Yuvissa Mij