Arp Museum Bahnhof Rolandseck

Hans-Arp-Allee 1
D - 53424 Remagen

T: 0049 (0)2228 9425-12
F: 0049 (0)2228 9425-21

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W: http://www.arpmuseum.org/


weitere Ausstellungen

Barbara Hepworth. Sculpture for a Modern World

Mai 22, 2016 bis Aug 28, 2016

tn Das Arp Museum ehrt Barbara Hepworth (1903–1975), eine der erfolgreichsten Bildhauerinnen des 20. Jahrhunderts, mit einer großen Retrospektive. Nach 50 Jahren ist sie damit erstmals wieder in Deutschland zu sehen. Die Ausstellung umfasst mehr als hundert Werke, darunter auch solche von Wegbegleitern wie Henry Moore und Ben Nicholson. Gezeigt werden die Anfänge der Künstlerin in den 1920er Jahren, ihre künstlerische Vernetzung – u.a. mit Arp und Taeuber-Arp –, sowie ihr Durchbruch in den 1950er Jahren. Neben Skulpturen aus Holz, Marmor und Bronze umfasst die Schau außergewöhnliche, erstmalig gezeigte Arbeiten, wie Stoffentwürfe, Collagen und Fotogramme.

Anhand einzelner Werkgruppen vollzieht die Schau die Entwicklung der Künstlerin nach - von frühen figürlichen Steinskulpturen hin zur Abstraktion mit ihren ikonischen Holzarbeiten und den späten großformatigen Bronzewerken. So wird ihr Interesse an unterschiedlichen bildhauerischen Materialien anschaulich sowie an der Auseinandersetzung mit formalen Aspekten des Mediums Skulptur. Die Technik des "Direct Carving", bei der ohne vorbereitende Modelle direkt in das Material geschnitzt wird, brachte Hepworth ab 1929 maßgeblich voran. Darüber hinaus weisen ihr Interesse an Oberfläche und Licht sowie am Verhältnis von Skulptur und Raum, das sie seit den 1930er Jahren verfolgte, Hepworth als innovative und herausragende Position der modernen Bildhauerei aus.

Nach ihrem Tod 1975 wurde Hepworth vornehmlich im Kontext der britischen Kunst wahrgenommen, wodurch ihre Bedeutung in der internationalen Entwicklung der modernen Skulptur in den Hintergrund geriet. Die Überblicksschau zeigt nun, wie Hepworth bereits in den 1920er Jahren als Studentin frühe Anerkennung erlangte, bevor sie zu einer der erfolgreichsten Bildhauerinnen ihrer Zeit avancierte und die europäische Nachkriegskunst entscheidend prägte. In der Ausstellung wird nicht nur erlebbar, wie Hepworth von der Landschaft Cornwalls inspiriert wurde, sondern sie verortet sie darüber hinaus in einem weiteren, internationalen Kontext. Umfangreiches Material aus Hepworths persönlichem Archiv veranschaulicht, wie sie ihre Werke in den Medien Film und Fotografie inszenierte und imaginierte.


Barbara Hepworth. Sculpture for a Modern World
22. Mai bis 28. August 2016

Barbara Hepworth im Studio Palais de Danse, St. Ives, bei der Arbeit an »Hollow Form with White Interior«, 1963. Foto: Val Wilmer, © Bowness
Large and Small Form, 1934. The Pier Arts Center Collection, Orkney; © Bowness
Sculpture with Colour (Deep Blue and Red) (6) 1943. Private collection; © Bowness
Pelagos, 1946. Tate; © Bowness