Cartoon Museum Basel

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I like Jazz

Mai 4, 2016 bis Jun 19, 2016

tn Anlässlich der Schenkung seines Nachlasses würdigt das Cartoonmuseum Basel den Künstler Haëm alias Hans Meury (1929–2007) mit einer Kabinettausstellung seiner humoristischen Tuschezeichnungen von Jazzmusikern der 1950er-Jahre. Mit lockerem, ausdrucksvollem Strich skizziert Haëm die virtuosen Interpreten einer neuen, dynamischen, Aufbruch und Erneuerung verheissenden Musik.

Schon in Meurys (1929–2007) Künstlernamen Haëm, der die Initialen seines Namens zu einem klangvollen Kunstwort verbindet, schwingt seine Liebe zum Tonalen mit. Der in Basel geborene Karikaturist, Zeichner und Weltenbummler Haëm ist seit seiner Jugend vom Jazz fasziniert. Seine skizzenhaften, mit suchendem Strich gezeichneten Porträts von Jazzmusikern nehmen die Töne mit ins Bild und zeigen ihn als glühenden Bewunderer einer in seinem Heimatland noch unvertrauten, auf Improvisation bauenden Musik, einer Tonspur für seine stete Sehnsucht nach dem Neuen.

Die in dieser Kabinettausstellung präsentierten Zeichnungen sind nur ein kleiner, äusserst vitaler Ausschnitt aus Haëms vielfältigem und reichem OEuvre, aus dem das Cartoonmuseum Basel den gesamten Nachlass von über 3000 Zeichnungen inventarisiert in seine Sammlung integriert hat.

Auf Drängen seiner Eltern, die das zeichnerische, gestaltende Talent des Jungen in sichere Bahnen lenken wollen, absolviert Hans Meury eine Goldschmiedelehre an seinem Geburtsort Basel. Doch das Zeichnen gewinnt Oberhand und schon ab den 1960er-Jahren sind regelmässig Zeichnungen von ihm in Schweizer Wochenzeitungen und der Satirezeitschrift "Nebelspalter" zu sehen. Er lebt in Rom, London, Paris und Melbourne und arbeitet u.a. als Trickfilmer und Möbeldesigner. Seine inzwischen in "Zeit", "The New Yorker", "Harper’s", "Pardon", "Oberserver" und "Punch" veröffentlichten Cartoons finden international grosse Beachtung.

Besonders fasziniert ihn der britische Humor, er lässt sich von Zeitgenossen wie dem international renommierten britischen Karikaturisten Ronald Searle inspirieren und studiert Klassiker wie Thomas Rowlandson oder James Gillray. Seine Offenheit, seine Freiheitsliebe und seine Experimentierlust äussern sich in einer Vielfalt an Stilen und Ausdrucksmöglichkeiten; er bleibt bis zum Ende seiner Künstlerkarriere ein Suchender. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz wohnt er im Tessin und widmet sich ab den 1980er-Jahren vor allem dem Aquarellieren und der Malerei. Sein Spätwerk umfasst viele grössere Arbeiten auf Leinwand.


I like Jazz
Zeichnungen von Haëm
4. Mai bis 19. Juni 2016

© Haëm «I like Jazz», 1960; Tusche auf Papier
© Haëm «I like Jazz», 1960; Tusche auf Papier
© Haëm «I like Jazz», 1960; Tusche auf Papier
© Haëm «I like Jazz», 1960; Tusche auf Papier