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weitere Ausstellungen

Von deutschem Punk, amerikanischem Folk und digitalen Bildern

Jun 25, 2016 bis Aug 21, 2016

tn Mit der dritten Ausgabe des neuen Ausstellungsformat .ftlbr präsentiert das NRW-Forum Düsseldorf vom 25. Juni bis 21. August 2016 mit Ralf Brueck einen jungen Vertreter der Düsseldorfer Fotoschule. Neben Arbeiten aus der Serie "Deutsch Amerikanische Freundschaft", in der die Düsseldorfer Schule auf Einflüsse der New Color Photography trifft, zeigt die Ausstellung neue Werkzyklen, die sich mit digitalen Bildeingriffen beschäftigen.

Ralf Brueck zählt zu den Vertretern der Düsseldorfer Fotoschule, die einerseits noch bei Bernd Becher studierten, andererseits ihre Bildsprache bei den Vertretern der "ersten Generation" wie Andreas Gursky, Thomas Struth oder Candida Höfer erlernten. Grundlage der Ausstellung ist die Serie "Deutsch Amerikanische Freundschaft" (DAF), mit der Ralf Brueck sich künstlerisch an den Vertretern der New Color Photography, aber auch an den Amerika-Bildern von Thomas Struth oder Joachim Brohm anlehnt.

Die Arbeiten schaffen eine eigene fotografische Realität, die authentisch wirkt, weil sie sich streng an die dokumentarischen Prinzipien der Fotografie halten und in der Tradition Eugène Atgets, August Sanders oder Walker Evans‘ stehen. Gleichzeitig visualisieren sie, in Abgrenzung zur dokumentarischen Fotografie, eine Haltung dem Motiv gegenüber, das sich aus der vermeintlichen Realität speist. Neben der DAF-Serie sind auch neuere Fotografien aus den Serien "Distortion" und "Dekonstruktion" zu sehen, die durch bewusste Eingriffe und digitale Bearbeitungen das Medium hinterfragen.

"Man setzt ein Medium zwischen das eigene Ich und das, was man als Künstler repräsentiert – als theoretische Bildaneignungsstrategie", so Ralf Brueck, der mit seinen Arbeiten der Wirklichkeit ein interessanteres Bild entreißen möchte. Mit seiner Motivwahl und dem Einsatz von Licht und Farbe erschafft er eine Symbiose aus New Color Photography und Düsseldorfer Fotoschule, aus deutschem Punk und amerikanischem Folk. Durch die Vermischung kultureller und künstlerischer Vorbilder mit der Herausbildung einer eigenen Bildsprache, die auf das Einzelbild zielt, bewegen seine Fotoarbeiten sich jenseits gewohnter Sehgewohnheiten.

Ralf Brueck (geb. 1966 in Düsseldorf) studierte seit 1995 an der Kunstakademie Düsseldorf anfänglich bei Bernd Becher und später bei Thomas Ruff, dessen Meisterschüler er wurde. Neben zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen und Auszeichnungen erhielt er unter anderem 2004 ein Arbeitsstipendium in der Villa Romana in Florenz und 2010 ein Stipendium des Fine Arts Institute, Chongqing in China.


Ralf Brueck
25. Juni bis 21. August 2016

Steve, 2007; © Ralf Brueck
Twin Peaks / Distortion Series, 2011; © Ralf Brueck
Monument, 2006; © Ralf Brueck
A day after tomorrow, 2011; © Ralf Brueck