Österreichisches Filmmuseum

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Sowjetisches Kino 1926–1940 und 1956–1977

2017-10-13 bis 2017-11-30

tn 1921 befand sich Russland seit mehr als drei Jahren in einem blutigen Bürgerkrieg. Für den Futuristen Wladimir Majakowski jedoch markierte die Revolution 1917 die Umsetzung des Traumes von einer gerechteren Welt. Die Künstler trugen das ihre bei: Das "Leuchten" von dem der Dichter schrieb, erhellte weltweit auch die Leinwände der Kinos. Doch während die "Spritzer" der sowjetischen Kinorevolution weit in der "Länder Runde stoben", versanken daheim die aufmüpfigen Künste im Würgegriff des Stalinschen Totalitarismus. Die Utopie wurde "korrigiert", die Filme verbogen, verboten, weggesperrt, ihre Macher mit Zensur, Berufsverbot bedacht, in einigen Fällen in die Verzweiflung, das Exil oder den Tod getrieben.
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Triste Technik. Science-Fiction und Melancholie, 1968-1983

2016-12-01 bis 2017-01-05

tn Der Club of Rome, eine Organisation, die sich für die radikale Veränderung des globalen Verbrauchs limitierter Ressourcen engagiert, ist gleich alt wie Stanley Kubricks Meisterwerk "2001 – A Space Odyssey". Das Stichdatum: 1968. Vier Jahre später erscheint die CoR-Studie "Die Grenzen des Wachstums" über die alarmierenden Folgen des Energie- und Rohstoffverbrauchs der Industriestaaten. Der auf bahnbrechenden Computersimulationen basierende Bericht markiert eine neue Welle sozialer Bewusstseinsbildung, die parallel zur Formation von "New Hollywood" verläuft. In diesem Dreieck aus politischer Ökologie, neuen, melancholischen Stimmungslagen und neuen ästhetischen Entwicklungen im Kino ist der Filmparcours "Triste Technik" angesiedelt.
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Jean-Luc Godard. 1968–1986

2016-03-04 bis 2016-04-06

tn Als formaler Erneuerer und intellektueller Popstar der Nouvelle Vague war Jean-Luc Godard in den Jahren nach seinem bahnbrechenden Debüt "À bout de souffle" (1960) zur meistdiskutierten Figur der Filmwelt aufgestiegen. Gleichwohl verkündete er mit "Week-End", fast parallel zum Mai 1968, das "Ende des Kinos" und begann in der Folge, sich stetig neu zu erfinden – zunächst mit provokanten Filmessays und als radikal politisierter Filmemacher im Kollektiv.
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American Cinema Restored

2014-12-04 bis 2015-01-08

tn Von Dezember 2014 bis Jänner 2015 feiert das Filmmuseum die Arbeit der Film Foundation, deren 25. Geburtstag nun ansteht. Martin Scorsese, Ehrenpräsident des Filmmuseums, rief diese Stiftung 1990 ins Leben, um das amerikanische Kino in seiner ganzen Bandbreite zu bewahren. In Kooperation mit den wichtigsten Filmarchiven der USA erwirkte die Film Foundation seither die Rettung und Restaurierung von gut tausend Filmen – keine andere Organisation außerhalb der Archivwelt hat so viel für die Erhaltung der Filmgeschichte geleistet.
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The Climate of New York

2013-04-11 bis 2013-04-17

tn Die Anthology Film Archives, 1969 von Jonas Mekas, Jerome Hill, P. Adams Sitney, Peter Kubelka und Stan Brakhage begründet, haben mehr als jede andere Institution in den Vereinigten Staaten die Wahrnehmung des Films als autonome, nicht-industrielle Kunstform geprägt. In den letzten Jahren wurde der besondere "Anthology Spirit" durch eine junge Generation von Kuratoren neu aktiviert: Die aktuelle Programm- und Restaurierungsarbeit des Hauses ist enorm entdeckungsfreudig, erfüllt von Witz und Leidenschaft, gesellschaftlich wach und auf völlig undogmatische Weise geschichtsbewusst.
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Jonas Mekas im Österreichischen Filmmuseum

2013-04-05 bis 2013-04-29

tn Jonas Mekas, 1922 in Litauen geboren, Dichter und Emigrant. Im zweiten Leben: Pate und Zentralfigur des unabhängigen amerikanischen Films. Man kann nur spekulieren, was aus dem jungen Mann geworden wäre, hätte er 1944 auf der Flucht aus Litauen wie geplant Wien erreicht. Stattdessen wurden er und sein Bruder Adolfas in ein Arbeitslager bei Hamburg verschleppt. Nach Kriegsende lebte er jahrelang in den Displaced Persons Camps der Alliierten, u.a. in Wiesbaden und Kassel, und erhielt die Möglichkeit, zu studieren: Philosophie (an der Universität Mainz), deutsche und englische Literatur – und das Kino.
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Valerio Zurlini und Antonio Pietrangeli im Österreichischen Filmmuseum

2013-01-10 bis 2013-02-03

tn Valerio Zurlini und Antonio Pietrangeli waren Solitäre des italienischen Nachkriegskinos und repräsentieren darin – auch weil sie beide relativ jung verstarben – eine Art "verlorene Generation". Ihre Werke stehen zwischen dem global rezipierten Aufbruch des Neorealismus und dem Kunstfilmkanon späterer Jahrzehnte, der sich immer stärker auf ein paar bekannte Namen reduziert hat.
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