Kunsthalle Wien

Museumsplatz 1
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Publishing as an Artistic Toolbox: 1989–2017

2017-11-08 bis 2018-01-28

tn Welche Rolle spielen Kunstbücher heute? Wie haben sich Künstler/innen das Publizieren für ihre spezifische Praxis zu eigen gemacht? Und wie hat sich die Wahrnehmung von Künstlerbüchern angesichts zahlreicher werdender Messen und einer immer größeren Zahl musealer Sammlungen zeitgenössischer Kunstbücher verändert? Das Ausstellungsprojekt "Publishing as an Artistic Toolbox: 1989–2017" zielt darauf ab, die Potenziale des Publizierens – in Form von Büchern, Zeitschriften, Journalen, künstlerischen Interventionen, Websites – als Medium und Kontext zu erforschen, in dem Information distribuiert und Kunst produziert wird. Vor allem seit den 1960er Jahren ist das Veröffentlichen von Büchern zu einem beliebten künstlerischen Experimentierfeld geworden. Es hat sich zudem als alternativer Raum eines uneingeschränkten individuellen oder kollektiven Diskurses etabliert.
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Ineke Hans. Was ist Loos?

2017-09-28 bis 2017-11-12

tn Mit "Was ist Loos?" präsentiert die Kunsthalle Wien die erste institutionelle Einzelausstellung der Designerin Ineke Hans in Österreich. Die Designobjekte und Möbelentwürfe der Niederländerin entstehen als Antworten auf konkrete Bedürfnisse an Raum, Funktion und Interaktion. Faltbare Stühle, multifunktionale (monochrome) Tische, grafische Muster, ungewöhnliche Materialien sowie spielerische Formen und Farben – Ineke Hans‘ Designs zeichnen sich mehr durch einen zeitgemäßen wie humorvollen Umgang mit den Herausforderungen gegenwärtigen Wohnens und Arbeitens aus als durch einen charakteristischen Stil.
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How To Live Together

2017-05-25 bis 2017-10-15

tn "How To Live Together" beschäftigt sich mit den individuellen wie gesellschaftlichen Bedingungen und Potenzialen unseres Zusammenlebens. Im Vordergrund stehen dabei die Dynamiken von Ökonomie und Politik, aber auch sich wandelnde soziale Beziehungen. Die Arbeiten von über dreißig internationalen Künstler*innen verschiedener Generationen gehen von persönlichen Erfahrungen aus und verweisen gleichzeitig auf sich verändernde Verhältnisse zwischen Privatem und Politischem, Stillstand und Bewegung, Wirklichkeit und Utopie. Die Vielfalt der präsentierten Lebenswelten zeigt auf, dass Gesellschaft mehr ist als die Summe ihrer Individuen.
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Camille Henrot. If Wishes Were Horses

2017-03-22 bis 2017-05-28

tn Camille Henrot zerlegt visuelle Codes aus Erkenntnistheorie und anthropologischer Forschung und verwandelt sie in Informationsregister, in hybride kulturelle Artefakte und neue Materialformen. Ihr investigativer Prozess führt sie quer durch die Disziplinen. Intuitiv sammelt sie Gedanken und Bilder, um daraus komplexe, multireferenzielle Werke zu schaffen, die auf aktuelle politische, wirtschaftliche und soziale Fragen verweisen. Ihre Arbeiten bleiben weitgehend offen für individuelle Interpretationen und lassen Raum für eine Vielzahl an alternativen, oft auch widersprüchlichen Lesarten. Henrots spielerische Herangehensweise erforscht, was es bedeutet, Mensch zu sein.
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Marcel Odenbach. Beweis zu nichts

2017-02-05 bis 2017-04-30

tn "Beweis zu nichts" ist der Titel eines Gedichtes von Ingeborg Bachmann, in dem sie den Fortbestand der Opfer-Täter-Struktur in der deutschen Nachkriegsgesellschaft thematisiert. Bertold Brecht, ein großer Bewunderer Bachmanns, hat dieses wie einige ihrer Gedichte leicht umgeschrieben, um seine Sicht auf das Thema zu unterstreichen. Der Eingriff mag subtil erscheinen, ist es jedoch nicht. Die letzte Zeile des Gedichts lautet bei Bachmann: "Wein! Aber winke uns nicht." Brecht macht daraus: "Weine, nur winke uns nicht."
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Sarah Morris. Falls Never Breaks

2016-12-08 bis 2017-01-08

tn Sarah Morris arbeitet seit den 1990er Jahren mit Malerei und Film, die sie als getrennte, auf inhaltlicher Ebene jedoch sich ergänzende Medien betrachtet. Architektur und Städtebau als soziale wie politische Systeme sowie das Zeichensystem der Gegenwart insgesamt mit seinen Signaturen des Kapitals stehen dabei im Zentrum. Die Kunsthalle Wien konzentriert sich in ihrer Personale auf das filmische Werk von Sarah Morris und zeigt zehn Stadtporträts im weitesten Sinne: "Strange Magic", ein Film über Paris als Zentrum der Luxusindustrie, wird während der gesamten Dauer der Ausstellung gezeigt und an fünf Abenden um weitere Werke ergänzt.
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Andrea Büttner. Beggars and iPhones

2016-06-08 bis 2016-09-18

tn "Beggars" nennt Andrea Büttner eine Werkreihe großformatiger Holzschnitte, die zeichenhaft reduzierte Frontalansichten körperverhüllter Gestalten mit nach unten weisenden Händen zeigen. Die Figur des Bettlers in ihrer stark abstrahierten Form hat Andrea Büttner mehrfach ins Medium des Holzschnitts übersetzt – ein Resultat langjähriger Auseinandersetzung der Künstlerin mit Ikonografien der Armut in der bildenden Kunst.
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Destination Wien 2015

2015-04-17 bis 2015-05-31

tn "Destination Wien 2015" ist mehr als eine Ausstellung. Destination Wien 2015 gleicht einem polyphonen Musikstück, das aus einem Neben- und Miteinander unterschiedlichster Einzelstimmen ein großes Ganzes schafft. Nach dieser Überlegung versammelt die Ausstellung ausgewählte Arbeiten von Künstler/innen unterschiedlicher Generationen und unterschiedlicher Arbeitsweisen.
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The Future of Memory

2015-02-04 bis 2015-03-29

tn Digitale Kommunikation und virtuelle Vernetzung prägen unsere Gegenwart. Soziale Interaktionen sind gebunden an elektronische Geräte wie Smartphones oder Tablets. Die Omnipräsenz digitaler Medien führt zu einer kontinuierlichen Produktion und einem regelmäßigen – auch unfreiwilligen – Konsum medialer Outputs. Diese Konditionen bringen nachhaltige Veränderungen mit sich, in Hinblick auf die Weitergabe von Wissen, Erfahrungen, Traditionen und von Erinnerung. Wie wandelt sich unsere derzeitige Kommunikationskultur? Unter welchen Einflüssen wird unsere Gegenwart historisiert?
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Pierre Bismuth. Der Kurator, der Anwalt und der Psychoanalytiker

2015-02-04 bis 2015-03-22

tn "Der Kurator, der Anwalt und der Psychoanalytiker" ist der Titel der ersten umfangreichen Personale des französischen Künstlers Pierre Bismuth. Die Schau stellt das komplexe, alle Medien umspannende OEuvre des Künstlers vor, das sich auf ebenso experimentelle wie humorvolle Weise konzeptuellen Methoden nähert. Die Ausstellung umfasst etwa 60 Arbeiten, die zwischen 1988 und 2014 entstanden sind, sowie ein neues Werk, das Bismuth eigens für die Präsentation in der Kunsthalle Wien entwickelt.
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Tony Conrad. Über zwei Ecken

2014-12-03 bis 2015-03-08

tn Als Finale des Ausstellungsjahres 2014 präsentiert die Kunsthalle Wien die erste Einzelausstellung des amerikanischen Filmemachers, Musikers und Komponisten Tony Conrad in Österreich. Das Werk Conrads, der als Schlüsselfigur der amerikanischen Avantgarde gilt, changiert zwischen Minimalismus, experimentellem Undergroundfilm und Konzeptkunst. Die bewusst nicht als Werkschau angelegte Ausstellung zeigt Tony Conrads analytisches Interesse an Machtstrukturen sowie an Begriffen wie Isolation und Transparenz, die er unter gesellschaftskritischen wie medienübergreifenden Gesichtspunkten untersucht.
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Kidnappers Foil

2014-11-14 bis 2015-01-18

tn "Kidnappers Foil" ist der Titel einer Ausstellung des kanadischen Künstlers Gareth Long und gleichzeitig der Titel von mehr als 200 Filmen des amerikanischen Filmemachers Melton Barker, die zwischen den späten 1930er und den frühen 1970er Jahren entstanden sind. Gareth Long führt die noch erhaltenen vierzehn historischen Arbeiten aus dieser Serie im Ausstellungsraum der Kunsthalle Wien zusammen.
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Blue Times

2014-10-01 bis 2015-01-11

tn Nivea-Blau, Blue Jeans, Squadra Azzurra, Blue Screen, blauer Montag, Blauhelme, blaue Stunde, ins Blaue hinein… Blau ist überall: nicht nur in Himmel und Meer, es ist fester Bestandteil unseres täglichen Lebens. Die Gruppenausstellung "Blue Times" untersucht die Ikonologie der Farbe Blau aus unterschiedlichen Disziplinen und Perspektiven. Sie konfrontiert internationale künstlerische Positionen mit popkulturellen Objekten und thematisiert in einem umfangreichen Programm den Einfluss von Farbe auf Alltag und Kunst.
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I’m Isa Genzken, the only female fool

2014-05-28 bis 2014-09-07

tn Isa Genzken, der das MoMA in New York gerade eine große Personale gewidmet hat, gilt als eine der wichtigsten Künstlerinnen der Gegenwart. Prinzipiell zeichnet sich ihr Werk durch ein großes Spektrum an Medien und Formen aus, auch wenn die Verankerung im Feld des Skulpturalen stets sichtbar bleibt. Die Ausstellung in der Kunsthalle Wien versteht sich jedoch weniger als Rückschau auf dieses umfangreiche Werk, sondern stellt bestimmte Aspekte – das Spiegelmotiv, den Rekurs auf das Architektonische, den Raum als Sphäre des Sozialen – ins Zentrum.
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Mike Parr. Edelweiß

2012-11-07 bis 2013-02-24

tn Mike Parr, einer der wohl extremsten Performancekünstler der Gegenwart, hat für seine große Retrospektive in Wien mit "Edelweiß" einen nur scheinbar harmlosen Titel gewählt: Edelweiß bezeichnet für ihn nicht allein die Alpenblume und damit ein Symbol für österreichisches Heimatgefühl, der Name ist darüber hinaus ein doppelsinniges Wortspiel: im Deutschen klingen die Assoziationen "edler Weißer"/ "reines Weiß" an, die phonetische Ähnlichkeit im Englischen ("ideal/ idle vice") beinhaltet die Begriffe "ideelles/ faules Laster". Ins Zentrum kritischer Betrachtung stellt der Künstler das ideologische Vermächtnis der Moderne. Gleichzeitig äußert er einen grundsätzlichen Zweifel an exklusiven Identitätskonzepten und Denkmodellen, wobei die Kunst als Möglichkeit gilt, den Blickwinkel zu verschieben.
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Staging Leigh Bowery

2012-10-19 bis 2013-02-03

tn "I think of myself as a canvas" sagte der 1961 in Australien geborene Modepionier Leigh Bowery über sich selbst. Gäbe es eine Formel, um das Enfant terrible, das sich zeitlebens gegen jede Kategorisierung wehrte, zu verstehen, dann wäre es wohl ebendiese – sich selbst zum Kunstwerk zu machen. Mit seiner schrillen, alle Konventionen sprengenden Selbstdarstellung und der Stilisierung zum wandelnden Kunstwerk, mischte Leigh Bowery im Anschluss an die Postpunk und New Romantics Bewegung die Londoner Subkultur der 1980er-Jahre auf. Befreundet mit Szenefiguren wie Michael Clark und Cerith Wyn Evans erfand er sich auf den mannigfachen Bühnen der Metropole immer wieder aufs Neue.
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The Ship of Fools

2012-10-17 bis 2012-11-25

tn Kann ein zeitgemäßer Maler ein Künstler sein, der Gemälde mit Film- und Filminstallationen herstellt? Julian Rosefeldt kann. In den beiden Vier-Kanal-Arbeiten "The Ship of Fools" von 2007 und "Meine Heimat" ist ein düsteres wolkenverhangenes Land von 2011 zeigt der Künstler, der 1965 in München geboren ist und heute in Berlin lebt, wie überwältigend eine zeitgenössische Auseinandersetzung mit der Landschaft und deren emotionalen Gemengelage ausfallen kann.
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Lucy Skaer – Force Justify (part 3)

2012-07-05 bis 2012-08-26

tn Lucy Skaer arbeitet alternierend in den Medien Zeichnung, 16mm-Film und Skulptur, wobei sie diese vielfach kombiniert und zu raumgreifenden Installationen inszeniert. Dabei steht ihre filigrane und zarte Handschrift im scharfen Kontrast zu den von ihr abgehandelten Themen wie körperliche Gewalt bei struktureller Machtausübung, Spannungsverhältnisse zwischen Ordnung und Chaos oder Vernunft und Irrationalität, sowie die kritische Auseinandersetzung mit dem Erbe der Geschichte und ihrer Niederschrift.
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Cut-ups, Cut-ins, Cut-outs

2012-06-15 bis 2012-10-21

tn William S. Burroughs (1914-1997), Ikone der amerikanischen Beat Generation, hat die Öffentlichkeit vor allem durch sein Image des exzessiven, drogensüchtigen Literaten fasziniert, der in einer bizarren Wilhelm-Tell-Nummer versehentlich seine Frau erschoss. Als Revolutionär und homosexueller Intellektueller bewundert und für seine Schusswaffenbegeisterung kritisiert, begründete er mit seinem Roman "Naked Lunch" (1959) eine neue Form des Schreibens: die "Cut up"-Methode, bei der Textfragmente intuitiv zu offenen, assoziativen Erzählstrukturen zusammenfügt werden.
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Parallelwelt Zirkus

2012-05-04 bis 2012-09-02

tn Manege frei für die Welt der AkrobatInnen, der Clowns und der exotischen Tiere. Die Ausstellung "Parallelwelt Zirkus" führt über die Werke zeitgenössischer KünstlerInnen in das Universum Zirkus ein und gibt den Blick frei auf einen wundersamen Ort der Welterkenntnis, der Überraschungen und Sensationen, einen Ort der Poesie aber auch der Aufregungen und des Unbehagens.
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