Museum Morsbroich

Gustav-Heinemann-Str. 80
D - 51377 Leverkusen

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Sigmar Polke. Fotografien 70-80

2018-05-27 bis 2018-09-02

tn Ungesehene Dokumente des "Dabeiseins" / alchemistisch angehauchte "Linsenflirts": Die Ausstellung "Sigmar Polke. Fotografien 70–80" präsentiert ein umfangreiches Konvolut bisher unveröffentlichter Fotografien. In über 500 Aufnahmen aus den 1970er Jahren erweist sich Polke als experimentierfreudiger Verwandlungskünstler und Alchimist der Dunkelkammer. Die größtenteils erstmals ausgestellten Fotografien aus dem Eigentum von Georg Polke zeigen Polke als einen der Protagonisten der rheinischen Kunstszene und zugleich auch als scharf blickenden Chronisten seiner Zeit mit ganz eigenem Humor.
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Schöne Bescherung

2016-03-13 bis 2016-08-28

tn Polke und Richter: Anfang der 1960er Jahre kannten sie sich so gut, dass sie "nicht mehr miteinander pokern konnten". Für ihre 50 Jahre zurückliegende Gemeinschaftsausstellung in der Galerie h 1966 gestalteten sie ein Künstlerbuch, das Zitate aus trivialen Heftromanen mit eigenen Texten und Fotografien verband – eine Collage mit viel Freude am "Quatsch machen" (Richter). Zu den dort publizierten, inszenierten Aufnahmen der beiden Künstlerfreunde gehört das berühmte Bild in der Badewanne.
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Aufschlussreiche Räume

2016-01-31 bis 2016-04-24

tn Zeige mir, wie Du wohnst, und ich weiß, wer Du bist. Wohnräume sind keine neutralen Behälter. Ihre Einrichtung sagt sehr viel über das Selbstverständnis der Bewohner. Denn im Wohnen inszenieren wir unseren privaten Alltag. Wir projizieren individuelle Selbstentwürfe, so dass "Wände und Dinge wie Spiegel wirken. […] Die Wohnung wird zum Ich-Museum" (Gert Selle), das Interieur zur Visitenkarte.
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Ruhe vor dem Sturm

2015-09-13 bis 2016-01-10

tn Die Ausstellung "Ruhe vor dem Sturm" gibt den ersten großen Überblick über eine der prägendsten Entwicklungen der modernen Kunst im Rheinland. Seit dem Ende der 1960er- Jahre bis in die jüngste Gegenwart hinein bildet die amerikanische Minimal Art einen Bezugspunkt, mit dem sich Künstlerinnen und Künstler des Rheinlands auf besondere Weise auseinandergesetzt haben. Sie analysieren die Konzeptualität und Strenge ihrer amerikanischen Kollegen und überführen sie zugleich mit Humor, Wärme, intellektueller Souveränität und einem spezifischen Sinn für die Eigenschaften des Materials in eine neue Sphäre.
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more Konzeption Conception now

2015-02-01 bis 2015-04-19

tn In den 1960ern Jahren entstand eine radikal neue Form künstlerischen Arbeitens, die konzeptuelle Kunst. Ihre künstlerischen Strategien sind bis heute von hoher Attraktivität und bilden immer wieder Bezugspunkte im Schaffen junger zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler. Doch lassen sich die historischen Konzepte und Strategien kaum ungebrochen in die Gegenwart verlängern. Vielmehr birgt die Bezugnahme auf sie zugleich auch die Herausforderung sie zu verändern.
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Jäger & Sammler in der zeitgenössischen Kunst

2014-09-21 bis 2015-01-11

tn Wie viel "Jäger & Sammler" steckt heute noch in uns, fragt Christian Jankowski, wenn er in einer Video-Performance seine Beute mit Pfeil und Bogen im Supermarkt erlegt. Was macht einen Gegenwartskünstler wie Carsten Höller zum Pilzsammler? Folgt der Maler Glen Rubsamen in der Zusammenstellung eines heutigen Kuriositätenkabinetts im Kern dem gleichen Jagdtrieb und der gleichen Sammellust wie der Jäger und Schlossherr Friedrich Daniel von Diergardt bei der Einrichtung seines Morsbroicher Trophäenraums? Wenn wir auf das Jagen und Sammeln gar nicht mehr angewiesen sind, es aber trotzdem mit Leidenschaft und Hingabe tun: Was sagt das über die Natur des Menschen, was über seine Kultur?
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Blinky Palermo. Das grafische Werk

2014-06-29 bis 2015-01-11

tn Er ist eine der schillerndsten und einflussreichsten Künstlerpersönlichkeiten der 1960er und 70er Jahre: Blinky Palermo. Den Künstlernamen Blinky Palermo gab sich Peter Heisterkamp (Leipzig 1943–1977 Kurumba, Malediven) bereits während des Studiums bei Joseph Beuys. Ein amerikanischer Boxmanager und Mafioso stand dafür Pate.
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Keramische Räume

2014-05-25 bis 2014-08-31

tn Mit seinen durchlöcherten und aufgeschlitzten Leinwänden ("Buchi" und "Tagli") hat Lucio Fontana (1899–1968) seit den späten vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts die Kunstgeschichte revolutioniert und das zweidimensionale Bild systematisch in die Tiefe des Raums geöffnet. Die Ausstellung "Keramische Räume" im Museum Morsbroich ist dem epochalen Werk des argentinisch-italienischen Bildhauers und seinem Einfluss auf die Kunst der Gegenwart gewidmet.
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Achim Hoops - Basic Settings

2014-02-16 bis 2014-06-22

tn Der Bilderflut in Filmen und TV-Nachrichten, Zeitungen und Internet entnimmt Achim Hoops einzelne Motive und zeichnet sie mit Buntstift auf Holz. Er löst die Medienbilder bewusst aus ihren Handlungssträngen und inhaltlichen Kontexten heraus. Hoops (1953 geboren in Tornesch/Holstein, lebt und arbeitet in Hamburg) konfrontiert den Betrachter mit menschenleeren Szenerien, die wie Bühnen wirken. Unweigerlich ergänzt unsere Phantasie diese Settings, gleicht sie mit dem eigenen Bilderpool ab und bespielt sie neu.
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Propaganda für die Wirklichkeit

2014-02-02 bis 2014-05-04

tn "Kunst ist Propaganda für die Wirklichkeit und wird daher verboten." So provokativ, ja zynisch hinterfragte Oswald Wiener in seinem Hauptwerk "Die Verbesserung von Mitteleuropa, Roman" den Realitätsstatus der Kunst. Die Funktion des Bildes – ob Computerbild oder Fotografie, 16mm-Film, digitaler oder Videofilm, Diaprojektion, Spiegel- oder Sprachbild, Skulptur oder klassisches Gemälde – erweist sich längst als zweischneidig: Es kann Mittel der Erkenntnis wie auch Instrument oder Gegenstand der visuellen Verführung, der Manipulation von Wirklichkeit sein.
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Zilla Leutenegger - 13 Räume

2013-10-12 bis 2014-01-12

tn In 13 Räumen erschließt Zilla Leutenegger (geboren 1968 in Zürich) Schritt für Schritt eine Biografie, die eine Kunstfigur vorstellt: Zilla, das Alter Ego der Künstlerin. Zilla ist in ihren Haltungen und Handlungen so offen angelegt, dass wir uns in sie, in ihre Wohnung und ihre Kleider, ja in ihre Erinnerungen hineinversetzen können. In atmosphärisch dichten Szenen lädt diese Biografie in Kleidern bewusst zur Identifikation ein.
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Eine Handvoll Erde aus dem Paradies

2013-09-29 bis 2014-01-12

tn Die Auseinandersetzung mit Fetischen, Dingmagie und Metamorphosen, mit dem Sphärischen, Transzendenten und Heiligen hat seit jeher Künstler fasziniert und tut es bis heute. Das belegt die Sammlung des Museum Morsbroich. Yves Kleins "Monochrome bleu" aus dem Jahr 1959, Bernhard Schultzes fabelhafte Kunstwesen, die Migofs, wie auch die riesigen kultischen Objekte aus Klaviertasten des belgischen Bildhauers Vic Gentils – sie schlagen den Betrachter durch ihren magischen Charakter in ihren Bann und demonstrieren einmal mehr, welche herausragenden Schätze die Sammlung birgt. Die Ausstellung spürt gezielt diesen magischen Werken und ihrem Reiz nach.
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Thomas Grünfeld – homey

2013-05-26 bis 2013-09-08

tn Ockerfarbene Polsterlachen schmiegen sich an den Boden, in stacheligen Zimmerpflanzen hat sich der zarte Muff der 50er-Jahre verfangen, farbenfrohe Filzcollagen zieren die Wände, und seltsame Tierwesen bevölkern den Raum: Willkommen im unbezähmbaren Reich der kollektiven Erinnerungen. Die Ausstellung ist die erste institutionelle Retrospektive des in Leverkusen geborenen und an der Kunstakademie Düsseldorf lehrenden Künstlers. Thomas Grünfelds außerordentlich vielfältiges Werk, das hier erstmals in einem Überblick präsentiert wird, ist durch strikt getrennte Werkgruppen gekennzeichnet.
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Hans Salentin - Collagen mit Papier und Metall

2013-03-03 bis 2013-08-25

tn Hans Salentin (Düren 1925–2009 Köln), Skulpteur und Materialpoet, gehört zu den wichtigen deutschen Bildhauern nach 1945. Nach Anfängen bei der Düsseldorfer Zero-Gruppe entschied er sich ab 1962/63 für einen eigenen Weg: In Skulpturen aus gefundenen Aluminiumgussteilen, ab Mitte der 1990er Jahre auch aus Kartonagen und Styropor, entwirft er Fahrzeuge, utopisch wirkende Maschinen und Architekturen. Parallel dazu entsteht ein umfangreiches Ouevre von Zeichnungen, Papierarbeiten und Materialbildern, die ebenso wie die Skulpturen auf den Prinzipien von Collage und Montage beruhen.
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Twisted Entities

2013-01-27 bis 2013-04-28

tn In der Ausstellung "Twisted Entities" werden Räume dekonstruiert, aufgebrochen, verschoben, auf den Kopf gestellt und verdreht. Körper werden zerlegt, gezwängt, deformiert, verdoppelt und überdreht. Prozesse werden ad absurdum geführt, hintergangen und "abgebogen". Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler, Vertreter der in den letzten Jahren international mit besonderer Aufmerksamkeit beobachteten polnischen Kunstszene, verfolgen in ihren Arbeiten einen dezidiert subversiven Ansatz: Sie betreiben und hinterfragen zugleich die (Über-)Dehnung und Aufhebung, das Verziehen und Aufbrechen, das Fragmentieren und Umkehren von Prozessen, Räumen und Körpern und formulieren damit eine neue Sicht der Dinge.
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Zeitgespenster

2012-10-27 bis 2013-01-06

tn Gespenster lassen sich nicht als historisches Phänomen abtun. Gut die Hälfte der Deutschen hat mindestens einmal im Leben selbst eine paranormale Erfahrung gemacht, jeder Sechste hatte ein Spukerlebnis und/oder eine Geistererscheinung. In einer Zeit, die durch die Einführung verschiedener Ebenen von Virtualität aus den Fugen zu geraten scheint, faszinieren und inspirieren Gespenster wieder zunehmend als Bewohner der Zwischenräume, als Gestalten der Überschreitung der Grenzen zwischen Wahrnehmung und Einbildung, realer und virtueller Welt. Das Übernatürliche ist wieder unheimlich präsent.
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